Newsletter aus der Redaktion

Ausgabe Juli 2020
„Jetzt sind die guten alten Zeiten,
nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.“
Sir Peter Ustinov


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses wunderbare Zitat begegnete mir zum ersten Mal, als ich das Abschiedsfotoalbum für einen lieben Kollegen gestaltete. Auf einer Doppelseite mit Schnappschüssen von uns beim Kegeln, Schnacken bei einem Glas Sekt anlässlich eines Frühlingsfestes oder einer Weihnachtsfeier. Nah beieinander lächeln die Fotografierten in die Kamera und man kann die gute Stimmung fast riechen.

Jetzt, ein Vierteljahr später und knietief in Ereignissen, die später in Schulbüchern beschrieben werden, kommt einem das Zitat unpassend, fast zynisch vor. Was soll an dem Heute und Jetzt denn bitteschön gut und erstrebenswert sein, dass wir uns in zehn Jahren danach zurücksehnen?

Definitiv nicht die Atemmasken. Und definitiv auch nicht, dass wir unseren Kollegen zum Abschied nicht noch mal in Arm nehmen konnten.

Aber vielleicht werde ich mich gerne an das unkomplizierte Ermöglichen meines Homeoffice‐Arbeitsplatzes erinnern. An die gechillte Stimmung was meine Projekte und umgeworfenen Zeitpläne anging. An das Gefühl, was zu erreichen und am Puls der Zeit zu sein, als es um die Online‐Angebote für die Lehrer ging.

An das Gefühl von Gemeinschaft, Kameradschaft untereinander – Was machen deine Kinder jetzt zu Hause? Freut sich dein Haustier auch sehr, dass zu mehr zu Hause bist? Wie machst du das denn mit den Drucken von Geschäftssachen zu Hause? Die gemeinsame Erfahrung schweißte zusammen und zeigte noch mehr, wie ähnlich wir uns sind. Dieses Gefühl, als kleiner Mensch in großen Zeiten zu leben, wird Im Film „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ von Sam treffend beschrieben:

„Das ist wie in den großen Geschichten, Herr Frodo. In denen, die wirklich wichtig waren. Voller Dunkelheit und Gefahren waren sie, manchmal wollte man das Ende gar nicht wissen. Wie könnte so eine Geschichte gut ausgehen? Wie könnte die Welt wieder so wie vorher werden, wenn so viel Schlimmes passiert ist? Aber letzten Endes geht auch er vorüber, dieser Schatten, selbst die Dunkelheit muss weichen.

Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen. Das waren die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben, die irgendwas zu bedeuten hatten, selbst wenn man noch zu klein war um sie zu verstehen.“

Wenn wir das Pathos etwas zurückfahren und auf den Kern schauen, bleibt das Gefühl, Zeitzeuge einer außerordentlichen Zeit zu sein. Aber eben nicht nur passiver Zuschauer, sondern aktiver Mitgestalter. Und das ist doch ein angenehmer Gedanke, oder?

In diesem Sinne

Eure Stefanie Drecktrah
Redaktion Mildenberger Verlag

 

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